Referenzen
REFERENZpROJEKTE - HOlzbau Lengauer-Stockner aus Tirol
2025
Vom Bauernhaus zum Mehrparteienhaus
Das rund 300 Jahre alte Bauernhaus wurde behutsam zu einem modernen Zuhause für zwei Familien und eine Einliegerwohnung erweitert. Das gemauerte Erdgeschoss mit seinen historischen Gewölberäumen blieb vollständig erhalten und bildet die Basis für den neuen Holzbau.
Darauf entstand eine moderne Konstruktion in Holzriegel- und Brettsperrholzbauweise. Eine überluckte Fichtenschalung umhüllt den Aufbau und verbindet Alt und Neu zu einem stimmigen Gesamtbild. Geschwungene Fassadenelemente greifen die Form traditioneller Holzbalkone auf und verleihen dem Gebäude einen besonderen Charakter.
Die drei Wohneinheiten werden über einen gemeinsamen Laubengang erschlossen und erstrecken sich jeweils über zwei Geschosse. Helle Wohnbereiche und vorgelagerte Dachterrassen schaffen eine hohe Wohnqualität. Im historischen Gewölbe entstand zudem ein Gemeinschaftsraum für alle Bewohner.
Das Projekt zeigt, wie sich wertvolle Bausubstanz mit präzisem Zimmererhandwerk und moderner Holzbautechnik nachhaltig weiterentwickeln lässt.
2024
Wohnhaus Söll
Bei diesem Wohnhaus trifft traditionelle Tiroler Holzbaukunst auf moderne Technik und höchste handwerkliche Präzision. Die klare, kraftvolle Form fügt sich harmonisch in die Bergwelt ein und eröffnet gezielte Ausblicke auf den Wilden Kaiser, den Bromberg und die Hohe Salve.
Die Gebäudehülle wurde mit einer unbehandelten Lärchenfassade ausgeführt. Sie schützt die Konstruktion auf natürliche Weise und entwickelt mit der Zeit eine charakteristische Patina. Im Innenbereich sorgt heimische Tanne mit ihren warmen Oberflächen für eine angenehme und wohnliche Atmosphäre. Präzise Holzverbindungen, konstruktiver Holzschutz und sorgfältig ausgeführte Details stehen für die hohe Qualität des gesamten Projekts.
Das Haus ist funktional über drei Ebenen organisiert. Im Zugangsgeschoss befinden sich Garage, Nebenräume und eine Einliegerwohnung. Das Obergeschoss bietet Platz für vier Schlafzimmer, Sanitärräume und ein Spielzimmer. Im Dachgeschoss öffnet sich der großzügige Wohnbereich mit raumhohen Verglasungen zur umliegenden Berglandschaft. Umlaufende Terrassen erweitern den Wohnraum nach außen und schaffen ein besonderes Gefühl von Weite.
Auch bei der Auswahl der Materialien standen Regionalität, Langlebigkeit und ein gesundes Raumklima im Mittelpunkt. Nachwachsende Rohstoffe, kurze Transportwege sowie der Einsatz von Holz, Lehm und Textilien machen das Gebäude nachhaltig und behaglich zugleich.
Als Plusenergiehaus erzeugt es mehr Energie, als es selbst verbraucht. Eine hocheffiziente Wärmepumpe und integrierte Photovoltaikelemente ergänzen die energieeffiziente Holzkonstruktion. So verbindet das Projekt hochwertiges Zimmererhandwerk mit nachhaltiger Gebäudetechnik und modernem Wohnkomfort.
Laufstall für Jungvieh
Auf Kundenwunsch wurde ein Laufstall für Jungvieh und Kälber inkl. Stroh und Heulager errichtet.
Der Stallanbau wurde ästhetisch an das Bestandsgebäude angefügt. Die Ausführung erfolgte mit Holzfachwerken in Satteldachform im Bereich des Stalles und mit Pultdachbindern im Bereich des Streu- und Heulagers. Die Giebel und Seitenwände wurden als Riegelkonstruktion ausgeführt und in unserer Werkhalle vorgefertigt. Die Fassade wurde in Lärche ausgeführt.
Eine Besonderheit im Innenbereich ist die Holzgalerie, diese bietet einen wunderbaren Blick über die Tiere.
Für Hofmitarbeiter wurde über dem Stall zusätzlich eine kleine Wohnung gebaut.
2022
Studentenwohnheim Kufstein
Die Fachhochschule Kufstein wächst und entwickelt sich innovativ weiter. Mit steigender Studentenzahl wächst auch die Nachfrage von bezahlbarem studentischem Wohnraum. Dementsprechend war die nächste logische Weiterentwicklung der FH-Infrastruktur die Erweiterung des Studentenwohnheimes. Es entstanden weitere 44 Wohneinheiten für die jungen Erwachsenen. Um keine weiteren Grundstücksflächen anzuschaffen, wurden die beiden Walmdächer des bestehenden Studentenwohnheims abgetragen und um zwei zweigeschoßige Aufstockungen aus Holz ergänzt. Der Erschließungsbereich im Erdgeschoß wurde vollkommen neugestaltet, und um einen Personenaufzug zwischen den Gebäuden ergänzt, welcher über eine Brücke aus Holz und Glas die oberirdischen Geschoße erschließt. Die Fassade der neu erbauten Geschoße wurde zur Gänze in Holz ausgeführt. Durch die wechselseitige Anordnung der Fenster und der stehenden und liegenden Lisenen entsteht eine sehr klar gegliederte Fassade. Durch Fassadenfertige Vorfertigung der Außenwände mit Fenster, Lüftungs- und Elektrotechnik gelang es das Gebäude großteils ohne Fassadengerüst zu montieren.
2021
Boutiquehotel Rattenberg
Rattenberg ist die kleinste Stadt Tirols und auch eine der ältesten. Weder Kriege noch der Bauboom der Nachkriegsjahrzehnte haben die Stadt. Denkmal- und Ensembleschutz fördern das Bewusstsein und die Wertschätzung des historischen Kulturerbes. Baudokumentationen geben Einsicht in die Baugeschichte der 700 Jahre alten Gebäude und Aufschluss über ihre Veränderungen und Anpassungen an die jeweiligen Anforderungen ihrer Zeit. Sie bilden heute die Grundlage für aktuelle Sanierungen und Revitalisierungen. Durch sorgfältiges Ausräumen und Abtragen jüngerer Beläge und Oberflächen wird der Blick in die Vergangenheit geschärft. Die Gebäudeertüchtigung wird bewusst durch Restauration des Bestehenden, durch Erneuerung des Vorhandenen und natürlich auch durch Ergänzungen zeitgemäßer Strukturen über alle Bauteile geprägt. Diesem Grundsatz folgend wurde das Stadthaus Südtirolerstraße 45 in ein Aparthotel verwandelt – es zeigt den Bestand in seiner handwerklichen Schönheit und macht das Wohnerlebnis dadurch auch unsagbar schön.
2020
Kindergarten Schwoich
2019
Krankenpflegeschule Kufstein
Die neue Krankenpflegeschule Kufstein definiert sich städtebaulich als Erweiterung bzw. räumlicher Abschluss des Areals rund um das Bezirkskrankenhaus Kufstein und schließt über einen Verbindungsgang im Obergeschoss an den zukünftig neu entstehenden Bettentrakt an. Das gesamte Gebäude wurde als zweigeschossiger Holzbau konzipiert, der über die geforderten funktionellen Abläufe eines modernen Schulbetriebs hinaus – in einem kompakten Volumen vereint – regionale Bautradition aufnimmt und somit materielle wie räumliche Bezüge zwischen Außen und Innen schafft. Typologisch vereint das Gesamtkonzept kurze Wegeführungen mit großzügigen Kommunikations- und Lernbereichen, die mit der veralteten klassischen Schularchitektur brechen und so wesentlich zum Erfolg der Lehr- und Lernziele der neuen Unterrichtskultur beitragen werden. Um einen reibungslosen Tagesablauf zu gewährleisten wurden Verwaltungs- und Pausenbereiche sowie die Garderoben der Schüler und Schülerinnen im Erdgeschoss untergebracht. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über einen Treppenlauf, der sich entlang einer vom Erdgeschoss bis ins 1. Obergeschoss führenden leicht geschwungenen Stampflehmwand schmiegt. Der gesamte innere Kern wird über ein großzügiges elliptisches Oberlicht erhellt. Die Räume des Obergeschosses (Klassen, Medienräume, Bibliothek) sind blockartig um den zentralen Kommunikationsbereich angeordnet. Unterbrochen werden diese durch Loggien, eine Außentreppe und verglaste Bereiche, die Ausblicke in die Umgebung schaffen und somit die Berglandschaft Kufsteins in das Innere der Schule transportieren.
2019
Einfamilienhaus Langkampfen
Das Einfamilienhaus in der Gemeinde Langkampfen steht in einer heterogenen Einfamilienhaus-Siedlung. Fächerförmig öffnet sich das Haus nach Westen, schützt vor Einblicken aus der Nachbarschaft und rahmt zusammen mit Hecken und Bäumen den Garten ein. Erdgeschoßig sind neben überdachten Abstellplätzen und Nebenräumen der Ess- und Wohnbereich situiert. Weit ausladende Vordächer und zusätzlich montierte Schiebeelemente an den Vordachkanten schützen vor Sonneneintrag und schaffen, zum ansonsten sehr offenen Erdgeschoß, die Möglichkeit Transparenzen je nach Stimmung, Jahres- oder Tageszeit unterschiedlich zu gestalten. Im privaten Obergeschoß wird gearbeitet und geschlafen, eine großzügig überdachte Terrasse verbindet Kinderzimmer mit Büro und öffnet den Raum nach Südwesten. Neben den erdberührenden Gebäudeteilen im UG und teilweise im Carportbereich wurde das Gebäude in Holzriegelbauweise mit Massivholdecken errichtet. Die Fassade wurde in den bewitterten Bereichen aus lasiertem Lärchenholz und in den geschützten Bereichen aus 3-Schichtplatten in Fichte ausgeführt. Eine PV-Anlage garantiert zusammen mit einer Erdwärmepumpe eine zeitgemäße Energieversorgung.

















































